„Leistungssteigerung mit Hilfe von legalen und illegalen Naturstoffen sowie Chemikalien“
Unter Doping wird grundsätzlich die Einnahme von erlaubten oder unerlaubten Substanzen oder die Verwendung von unerlaubten Methoden verstanden, wobei der Zweck, die Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit ist. Doping und Dopingssubstanzen sind teilweise verboten, gewinnen aber dennoch ständig viel an Popularität in den Kreisen der Sportler. Wenn es um Doping geht, dann kann eigentlich zwischen folgenden drei Kategorien unterschieden werden:
- Wirkstoffe die verboten sind,
- Methoden der Leistungssteigerung, die nicht erlaubt sind,
- Wirkstoffe deren Verwendung bestimmten Einschränkungen unterliegt,
Die erste und auch wichtigste bzw. am häufigsten auftretende Art des Dopings wird von den verbotenen Wirkstoffen repräsentiert. Diese Hauptgruppe kann in mehreren Unterkategorien aufgeteilt werden. Hierbei handelt es sich um folgende:
- Stimulanzien, Narkotika, Anabolika, Diuretika, Peptid- und Glykoproteinhormone.
Darüber hinaus können, je nach Fachverband, auch weitere Stoffe bzw. Kategorien auf den eigenen Dopinglisten eingetragen werden. Weiterhin sind auch alle Stoffe verboten, die in ihrer Wirkung oder chemischen Zusammensetzung mit den vorgenannten Stoffen verwandt sind.
Die genaue Definition des Dopings verursacht bei vielen Menschen seit längerer Zeit Kopfschmerzen und ist mit vielen Schwierigkeiten zusammengebunden. Bis heute ist es noch grundsätzlich niemandem gelungen, Doping genau zu definieren. Was Doping ist bzw. wann Doping vorliegt, dass konte also bis heute noch von keinem genau vormuliert werden.
Heutztage geht es beim Sport nicht nur um soziale Aspekte, sondern auch um die finanzielle Absicherung der Sportler. Profisportler verdienen ihren Lebensunterhalt mittels von Siegprämien und verschiedenen Sponsorenverträgen. Diese Geldmittel sind aber so Erfolgs- als auch Leistungsabhängig, was dazu führt, dass nur gute Athleten ihr Leben mit Sport finanzieren können. Erfolg und gute Leistungen können aber nur durch ein intensives Training erreicht werden, aber die Konkurenz ist auch dann sehr groß. Aus diesem Grund entscheiden sind sehr viele Profisportler und in letzter Zeit sogar Freizeitsportler, für den Einsatz von verschiedenen, teilweise verbotenen Substanzen zur Leistungssteigerung. Freizeitsportler spielen bei einer solchen Entscheidung nur mit ihrer Gesundheit, aber bei Profisportlern sieht die Situation völlig anders aus. Wird ein Profisportler mit Doping erwischt, dann wird er von den Wettbewerben für eine betimmte Zeit ausgeschlossen. Profisportler können durch Doping also nicht nur ihre Gesundheit sondern auch ihren finanziellen Lebensunterhalt gefährden.
Hat ein Sportler einmal wichtige Siege errungen, dann ist er mit Sicherheit bestrebt, diese wieder zu erreichen. Um die Besten der Besten zu sein, sind heutzutage viele Sportler bereit, illegale bzw. verbotene Dopingsmittel einzunehmen.
Viele Sportler, die schnelle bzw. bessere Resultate erreichen möchten vergessen, dass der Einsatz aller Dopingmittel mit zum Teil erheblichen Nebenwirkungen verbunden ist. Neben den Fairness Aspekten liegt auch in der gesundheitlichen Gefährdung der Sportler eine besonders hohe Gefahr. Es ist ja nicht versehentlich so, dass Ärzte und Apotheker die meisten Mittel, die beim Doping eingesetzt werden, nur an Kranke verschreiben können bzw. dürfen. Bei den meisten Dopingsmitteln bzw. Dopingsubstanzen handelt es sich also um Medikamente für Kranke und keineswegs um Mittel, die zur Steigerung der sportlichen Leistungen entwickelt worden sind.
Die verschiedenen Dopingmittel bzw. Substanzen die zur Leistungsteigerung bei den verschiedenen Sportarten eingesetzt werden, haben selbstverständlich auch viele unterschiedliche Effekte. Zu den Effekten der Dopingmittel zählen u.a. folgende:
- Stimulanzien – stimulieren die Aktivität des Zentralnervensystems,
- Narkotika – unterdrücken die Muskelschmerzen,
- Anabole Steroide – beeinflussen den Muskelaufbau,
- Beta-Blocker – wirken beruhigend bzw. leistungshemmend,
- Diuretika – bewirken die gezielte Entwesserung des Körpers,
- Peptidhormone – steigern die Sauerstofftransportkapazität und beeinflussen den Muskelaufbau,
- Blutdoping – erhöht die Sauerstofftransportkapazität, (Transfusion von Fremd- oder Eigenblut)
Bis bei einigen Sportarten Mittel bzw. Substanzen zur Steigerung der Leistungen eingenommen werden, dienen die Dopingsubstanzen bei anderen Sportarten der Beruhigung bzw. Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit. Solche Substanzen sind aber nicht nur verboten sondern auch sehr gefährlich. Darüber hinaus riskieren die Sportler auch, von Wettbewerben ausgeschlossen zu werden.
Profisportler haben mindestens eine Ausrede, auch wenn sie falsch bzw. nicht fair handeln, dass sie ihren Lebensunterhalt mit Sport verdienen. Das Dopingproblem wächst aber leider auch in den Kreisen von Freizeitsportlern in einem sehr schnellen Rhythmus. Die Frage ist nun, ob es tatsächlich Wert ist, die eigene Gesundheit für schnelle Resultate aufzugeben. Die Langzeiteffekte sind bei sehr vielen verschiedenen Substanzen die zur Leistungssteigerung eingesetzt werden noch nicht klar. Man setzt sich durch die Einnahme von solchen Substanzen nicht nur Risiken aus, die man kennt, sondern auch vielen verschiedenen, zu diesem Zeitpunkt noch unbekannten Risiken. Möchten Sie also Muskeln aufbauen oder etwas für Ihre Gesundheit tun, dann lassen Sie die Finger von verbotenen Dopingmitteln. |